Was sind Chipboards
Lexikon

Was sind Chipboards ?

Was sind Chipboards ? Diese Frage habe ich in letzter Zeit häufiger gestellt bekommen. Für mich war klar, als wir diesen Shop ins Leben gerufen haben, dass alle Scrapper, Mixed Media Begeisterte und Kartenbastler Chipboards kennen, denn war doch ich diejenige, die auf diesem Gebiet der absolute Spätzünder war. Doch weit gefehlt. Darum habe ich diese Frage zum Anlass genommen, hier ein paar Zeilen dazu zu verfassen.

Was sind Chipboards ?

Was sind nun eigentlich diese Chipboards genau? Das ist eigentlich ziemlich schnell erklärt.

Was sind ChipboardsChipboards oder auch ein Chipboard sind individuelle Formen oder Motive, die meist aus Karton der Stärke 1 – 1,8 mm gefertigt werden. Da die Präzision dafür jedoch nur ein Laser schafft, werden sie nicht ausgeschnitten, sondern ausgelasert.

Der Form, dem Motiv oder der Größe sind hierbei fast keine Grenzen gesetzt, was natürlich der Individualität des Einzelnen zu Gute kommt. Mag der eine jetzt sagen „ja die sind ja so dünn, die gehen bestimmt schnell kaputt“ so unterliegt er hier einem Irrtum.

Ja, natürlich sollte ich sie nicht mit Bauarbeiter Handschuhen verarbeiten, denn ein bisschen Gefühl braucht man dann doch, aber gerade weil sie aus dünnerem Material gefertigt sind, das auch noch ziemlich robust ist – man denke hierbei an die Rückseite eines Schreibblocks – können sie eigentlich überall eingesetzt werden.

Wo kann ich Chipboards einsetzen ?

Das kommt darauf an, in was für eine Richtung man geht. Die Scrapper gestalten zum Beispiel ihre Layouts damit. Ein schönes Foto das einen Chipboard Rahmen bekommt wirkt gleich ganz anders. Oder aber auch ein Schriftzug auf dem Layout, der die Gedanken, die Jahreszeit oder auch die Situation beschreibt. Aber auch bei Minibooks, Flipbooks oder Explosion-Boxes kann ein Chipboard zum wahren Hingucker werden. Auf dem Frontcover eines Minibooks, z.B. ein paar Chipboard Schmetterlinge zur Verzierung und schon erhält man neben der neuen Optik auch noch einen 3D Effekt.

Genau so verhält es sich bei den Kartenbastlern. Je nach Thema oder Anlass für die Karte kann man auf seine z.B. gestempelte Karte einen netten Schriftzug setzten oder bei Weihnachtskarten einen Baum oder Schneeflocken neben das Rentier. Der Fantasie sind hier wirklich keine Grenzen gesetzt.

Für die Mixed Media Begeisterten wie mich sind Chipboards eigentlich unerlässlich. Sie bringen Dimension und Struktur in das Projekt. Ein einfacher Bilderrahmen z.B. verziert mit Chipboards und allerlei anderer Accessoires wird dann zum Vintage Rahmen für alte Bilder. Ein einfacher Türkranz kann je nach Jahreszeit mit Blumen, Schneeflocken, Ostereiern oder einfach dem jeweiligen Lieblingsthema individuell gestaltet werden. Das Steampunk Thema lässt sich hervorragend mit Zahnrädern oder Uhren dreidimensional darstellen.

Wie Ihr also seht, Chipboards sind universell einsetzbar und an keine Richtung, Geschmack oder Vorliebe gebunden.

Was kann ich mit Chipboards sonst noch machen ?

Hier sind wir bei dem Thema Bearbeitung von Chipboards angelangt. Auch hier hat man unendlich viele Möglichkeiten. Die Einfachste ist wohl das Chipboard aus dem Träger trennen oder aus der Verpackung entnehmen und auf das Projekt kleben. Einfach im natürlichen Zustand.

Chipboards kann man aber auch bearbeiten und hier lerne selbst ich immer wieder dazu – so viele Möglichkeiten gibt es hier. Die Neueste – die ich gelernt habe von Nika aus unserem Designteam – ist stempeln. Sie hat das Chipboard genommen und einfach mit dem Stempelkissen drauf gestempelt. Das Ergebnis ist zwar nicht gleichmäßig hat sie mir erzählt aber gerade das hat es wohl ausgemacht dass sie es super fand.

Eine andere Möglichkeit ist das Chipboard zu embossen. Einfach das Chipboard auf das Embossing Kissen drücken oder aber auch anders herum, dann das Embossingpulver darauf verteilen und föhnen. Eventuell muss man das auch zweimal machen, aber das liegt auch immer ein bisschen am Stempelkissen und dem Pulver. Anmalen und Bestempeln.

Chipboards lassen sich super mit Acrylfarbe oder auch Inka Gold einfärben und dem jeweiligen Projekt farbig anpassen. Wem das dann aber noch zu langweilig ist, geht einfach mit einem Stempel und einer Stempelfarbe seiner Wahl über das kolorierte Chipboard und erhält sofort wieder eine neue Optik.

Mein persönlicher Favorit – neben embossen – ist das kolorieren mit den Magicals oder Sprays von Lindy´s Stamp Gang. Dazu grundiere ich das Chipboard vorab mit weißem Gesso, damit der Karton die Flüssigkeit später nicht so aufsaugt. Entweder ich föhne dann alles bis es trocken ist oder lass es an der Luft trocknen.

Danach sprühe ich mit den Sprays mein Chipboard ein oder ich verteile eine Mini Menge der Magicals partiell auf dem Chipboard um sie anschließend mit Wasser zu aktivieren. Das ergibt dann einen ganz besonderen Farbverlauf da die Magicals aus unterschiedlichen Pigmenten zusammen gemischt sind. Je nach Intensität des Pigments und des Menge Wasser die man darauf sprüht werden die Farben also dunkler oder heller. Oder man sieht sogar noch eine Unterfarbe des Pigments zum Vorschein kommen. Da ausser die „Flat“ Produkte alle Lindy´s Produkte einen Schimmer haben, wird jedes Projekt oder auch Chipboard einzigartig mit dem gewissen glow.

Wer genauso wie ich nach dem Motto lebt „Glitzer und Schimmer geht immer“ der ist hier genau an der richtigen Stelle 🙂

So meine Lieben, ich hoffe, ich konnte Euch einen kleinen Überblick über das Mysterium Chipboards geben und ein paar allgemeine Fragen aus der Welt schaffen. Solltet Ihr dennoch irgendwelche Fragen haben, schreibt mir gerne eine Nachricht. Ich beantworte sie sehr gerne.

Bis zum nächsten Mal….